Braunkohlebergbau in Trimmelkam - Salzach Kohlenbergbau Ges.m.b.H. - SAKOG  Aquarell der SAKOG (links - Firmenlogo der SAKOG, rechts - Gemeindewappen)Bergknappenklub(Link)Kohlenbergbau in Trimmelkam 
Am 18. November 1947 wurde nach langen, in die Zwischenkriegszeit zurückreichenden Vorbereitungen ein zweites Kohlenbergbauunternehmen in Oberösterreich, die Salzach-Kohlenbergbau-Gesellschaft(SAKOG)gegründet. Nach damals vorliegenden geologischen Befunden waren etwa 15 bis 20 Mio. Tonnen Kohle zu erschließen.

Am 18. Mai 1948 war der Spatenstich für die Bergbauanlage der SAKOG. Nach dem Abteufen der beiden Seigerschächte und dem Vorrichten der Abbaustrecke wurde am 14. Jänner 1952 mit der Kohlegewinnung begonnen. Baubeginn des Schrägschachtes am 31. Jänner 1977. Der reguläre Förderbetrieb wurde am 13. November 1993 mit einer nachfolgenden Restkohlung bis 21. Dezember 1993 entgültig eingestellt. Mit 20. November 2001 wird die Salzach-Kohlenbergbau-Gesellschaft m. b. H "in Liqu" im Firmenbuch infolge beendeter Liquidation gelöscht. (Dies ist nur ein Auszug aus der Geschichte der SAKOG.)

Über den Kohlenbergbau an der Salzach und über die SAKOG kann im Buch "SAKOG Kohlenbergbau an der Salzach" (Autor: Dipl. Ing. Manfred Schönlieb, Harausgeber: Knappenklub Trimmelkam) nachgelesen werden.

Teufbeginn                                                                                                                                                     Teufgerüste

Eigenes Bild Nr. 5 | sakog_teufbeginn.jpg     Eigenes Bild Nr. 6 | sakog_teufgerueste.jpg  Bergparade, im Hintergrund die Schachtanlage mit der Werksuhr, die heute am Kirchturm in Riedersbach zu sehen ist.

Einige Bilder aus der Kohlegrube

    

 

    

Am 13. November 1993 wurde die letzte Tonne Kohle geföhrdert.                                                                                     Luftaufnahme Trimmelkam mit der Zeche     Leider wurde Anfang 2005 die einzigartige Schachtanlage auf Bestreben des Bürgermeisters und durch Zustimmung des Gemeinderates abgerissen.      

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Die katholische Pfarre Riedersbach
Die Geschichte der Pfarre Riedersbach ist auf das engste verbunden mit dem Bergwerk in Trimmelkam. Durch die Ansiedlung der Bergleute in der Siedlung Riedersbach wurde auch die Gründung einer Seelsorgestelle notwendig.
Der Gründer der Pfarre war P. Josef Meindl, S.J., der zu Ostern 1951 das erste Mal nach Riedersbach kam und anschließend vom Bischof den Auftrag erhielt, die hier entstehende Siedlung zu betreuen und eine Pfarre aufzubauen. Am 11. Mai 1952 wurde der erste Gottesdienst in Riedersbach gefeiert, und zwar am Dachboden des Blockes IX. Ab November 1952 war der Gottesdienst in einer Maurerbaracke der Fa. Preisinger. Die Chronik enthält viele Details, aus denen die großen Anfangsschwierigkeiten der Seelsorge in diesem Bereich ersichtlich sind. Am 2. Juli 1953 wurde mit den Bauarbeiten für den Kirchenbau begonnen, der nach den Plänen von Architekt Karl von Tobisch-Labotyn durchgeführt wurde. Die Ausführung des Baues wurde der Fa. Stern & Hafferl übertragen. Bereits zu Weihnachten 1953 konnte der Gottesdienst im angeschlossenen Pfarrsaal gefeiert werden. Mit der Turmkreuzstreckung am 4. Juni 1954 wurde eine wichtige Bauetappe abgeschlossen. Mit 01.01.1955 wurde die Seelsorgstation mit der Kirche zur Heiligen Familie als Kooperator-Expositur Riedersbach-Trimmelkam errichtet. Am 2. Oktober 1955 wurde die Kirche vom damaligen Bischof-Koadjutor Dr. Franz Zauner geweiht. Zu Barbara 1955 wurde das Barbarabild in der Kirche enthüllt und geweiht, das der Maler Hans Plank aus Weng geschaffen hatte. Mit der Glockenweihe am 17.11.1957 wurde Riedersbach zu einer Pfarrexpositur erhoben, die dann 1962 die volle Rechtspersönlichkeit erlangt und damit selbstständig wurde.
In der weiteren Folge wurde der Kirchenraum den liturgischen Reformen angepasst.
Am 10.12.1961 erhielt der Tabernakel die Weihe. Hanns Angerbauer aus Steyr war der künstlerische Gestalter. Im Frühjahr 1968 wurde der Altarraum umgebaut. 1975 konnte von der Pfarre Franking eine Orgel erworben werden, die beim Gottesdienst nicht mehr wegzudenken ist. 1977 bekam der Innenraum durch Ausmalen und eine neue Beleuchtung ein neues, freundliches Gepräge. So präsentiert sich die Kirche von Riedersbach heute dem Besucher: einfach, hell und einladend zum stillen Gebet und Verweilen.
1975 hat die Pfarre die Kellerräume neu umgebaut, damit Platz geschaffen wird für das Pfarrleben außerhalb des Gottesdienstes.
Die Gedenktafeln der tödlich verunglückten Bergleute der SAKOG haben ihren Platz in der Pfarrkirche gefunden.
Zur Barbarafeier 2005 wurde die Werksuhr am Kirchturm montiert und bei dieser der Pfarre übergeben. Die Pfarre leistet damit einen kulturen Auftrag.
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Pfarrkirche Riedersbach mit der Werksuhr der SAKOG
Eigenes Bild Nr. 7 | sakog_kirche_riedersbach.JPG
 
 Gedenktafeln der tödlich verunglückten Bergleute der SAKOG
Eigenes Bild Nr. 6 | sakog_gedenktafeln.JPG
 Barbarabild
Eigenes Bild Nr. 2 | sakog_barbarabild_1.jpg
Seelsorger seit Bestehen der Pfarre:
1951-1955:     P. Josef Meindl S.J.
1955-1963:     Josef Kammerer
1963-1964:     Josef Schachinger
1964-1972:     Franz Gruber
  Seit 1972:     Johann Schausberger
Pfarramt Riedersbach                                             Ansprechpartner:
Kirchengasse 1, 5120 Riedersbach                        Herr Pfarrer Regionaldechant Schausberger Johann Tel.: 06277/6223                                                                                                                                                                                                                                                            -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die evangelische Kirche RiedersbachAls im Jahr 1944 der Strom der Heimatvertriebenen aus den Südoststaaten Europas Österreich überflutete, kamen viele von ihnen in die Gegend von Wildshut und Umgebung. Zu dieser Zeit entstand das Kohlenbergwerk Trimmelkam, wo die Heimatvertriebenen Arbeit, Verdienst und Wohnung bekamen. Weil ihnen ihre alte Volkskirche so viel bedeutete, die in der Heimat die gesamte Volksgemeinschaft umschloss, haben die evangelischen Christen sich auch hier zu einer Gemeinde zusammengefunden. Sie bekannten sich auch hier, in stark katholischer Umgebung, offen zur evangelischen Kirche und wünschten auch hier betreut zu werden, wie es daheim üblich war. Dies geschah in den ersten Jahren durch Herrn Pfarrer Johann Barth und später durch Herrn Pfarrer Herwig Karzel. Die Gottesdienste wurden in Baracken und Gasthäusern abgehalten. Nach dem Bau der katholischen Kirche in Riedersbach konnten dann dank des Entgegenkommens des damaligen Pfarrers Kammerer in dieser Kirche auch die Gottesdienste der evangelischen Predigtstation gehalten werden. Doch bald entstand unter der evangelischen Bevölkerung der Wunsch nach einer eigenen Kirche. Um der Verwirklichung dieses Zieles näher zu kommen, wurde ein Bauausschuss gebildet, der sich bei den Kirchenbehörden Informationen über Voraussetzungen und Möglichkeiten eines Kirchenbaues holte.Die Gemeinde St. Pantaleon unter ihrem Bürgermeister Josef Üblacker stiftete den Baugrund und eine Geldspende. Herr Architekt Siegfried Hubich von der SAKOG Trimmelkam und Baureferent der Gemeinde St. Pantaleon, entwarf kostenlos das Projekt und übernahm die Bauaufsicht. Bald fanden sich auch freiwillige Helfer, die die Erdarbeiten leisteten, sodass am 13. Mai 1962 der Grundstein gelegt werden konnte.Landesrat Plasser erwirkte bei der Landesregierung eine Subvention für Kunstförderung, der Bautrupp der SAKOG arbeitete 14 Tage lang unentgeltlich an der Erstellung des Rohbaues. Eine Spende der Baufirma Stern & Hafferl, Gmunden, der WOGESA-Wohnungsbaugesellschaft, der SAKOG, der Firma Klein, Linz, und Ihre Durchlaucht Gräfin Castell zu Castell halfen mit. Die Gemeindemitglieder fanden sich bereit, große Opfer auf sich zu nehmen. Die katholische Bevölkerung, vor allem unter den Werksangehörigen, ist der Bitte um eine Spende in christlicher Nächstenliebe entgegengekommen, um die finanzielle Last der kleinen evangelischen Gemeinde zu erleichtern.Von kirchlicher Seite hat Herr Superintendent Brune vom Gustav-Adolf-Werk Westfalen nicht nur von Anfang an stets Mut zum Unternehmen gemacht, sondern auch durch Spenden das Vorhaben unterstützt. Der Kirchenvorstand in Wien, das Gustav-Adolf-Werk Bayern und das Gustav-Adolf-Werk Österreich, Herr Pfarrer Kamieth, Westfalen, und die Pfarrgemeinde Braunau brachten Geldmittel auf. Burghausen schenkte die reich geschnitzte Kanzel und die Kirchenbänke, die ehemaligen Herren Vikare aus Mauerkirchen bzw. Württemberg spendeten die Altarfenster. Von der Pfarrgemeinde Rosenau am Attersee bekam die Gemeinde die Glocke, die einst im Khevenhüller Schlösschen in Kammer hing. Ein Jahr nach der Grundsteinlegung stand die Kirche zur Einweihung bereit. Unsere Auferstehungskirche steht seit 1963 in ihrem schmucken Kleid und ist schon weit von der Straße aus zu sehen. Neben dem Bergmannsheim am Rande der schönen Siedlung fügt sie sich reizvoll in die Landschaft ein. Seit der Vollendung der Kirche werden viele Menschen angelockt, um einen Blick in das Innere der Kirche zu werfen.So soll diese Kirche ewige Güter den Menschen vermitteln und sie durch Gottes Wort und die heiligen Sakramente im Glauben festigen. -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die Betriebsfeuerwehr der SAKOG in TrimmelkamDer Schutz von Leib und Leben gegen die Gefahr der Elemente war allzeit ein großes Anliegen der Menschen. Mit dem Baubeginn des Bergwerkes 1948 kamen Arbeiter und Maschinen. Wohnbaracken, Werkstätten, Betriebsanlagen entstanden. Die Organisation für die Sicherheit und den Schutz der Gemeinschaft, die Grubenwehr und Rettung, mußten eingerichtet werden. Anfangs 1949 kam es dann auch mit Unterstützung der SAKOG zur Gründug einer Betriebsfeuerwehr. Eine zehn Mann starke Löschgruppe rekrutierte sich aus der noch kleinen Stammbelegschaft der SAKOG. Mit dem Kommando wurde der Maschinentechniker Walter H. Schuler betraut. Zu den ersten Mitarbeitern zählten Emil Heller als Schriftführer und Josef Wanitschka als Zeugwart. Mit den ersten Geräten und einer Motorpumpe wurde die junge Organisation im Mai 1949 ausgestattet. Als Fahrzeug diente der Steyr-Sanka der Werksrettung. Im Juli 1949 fand die erste Ausbildung durch Brandmeister Artner der OÖ. Landesfeuerwehrschule aus Linz statt, der die jungen Wehrmänner mit der Handhabung der Geräte vertraut machte und sie für den Einsatz zur Brandbekämpfung schulte. In den folgenden Jahren konnte der Mannschaftsstand auf 22 Männer erweitert werden. Im Oktober 1954 wurde Dipl.-Ing. Josef Lammer zum Kommandanten bestellt und die Kommandomitglieder Alois Neuherz als Kommandnatstellvertreter, Josef Wanitschka als Zeugwart und Schriftführer und Georg Wiesinger als Kassier gewählt. Mit der Eintragung in das Feuerwehrbuch der OÖ-Landesregierung im Dezember 1955 wurde die freiwillige Betriebsfeuerwehr mit allen Rechten und Pflichten einer öffentlichen Feuerwehr ausgestattet. Ab Juli 1969 war Oberwerkmeister Josef Wanitschka Kommandant, unterstütz von Kommandantstellvertreter Gottfried Sommerauer, Zugführer Hubert Hopf, der gleichzeitig als Schriftführer fungierte, Kassier Georg Wiesinger und Zeugwart Franz Kolnberger. Der Geschäftsführer der SAKOG und Gründungsmitglied der Betriebsfeuerwehr Komm.-Rat Emil Heller wurde 1963 Ehrenkommandant. Ab Juli 1986 wurde Gottfried Sommerauer zum Kommandanten bestellt, der diese Funktion bis 1991 ausübete. Fektar Walter war von 1991 bis 1994 der letzte Kommandant der Betriebsfeuerwehr. Die Beriebsfeuerwehr SAKOG Trimmelkam wurde 1994 durch die Schließung der SAKOG aufgelöst. Einige Kammeraden wechselten zur freiwilligen Feuerwehr Trimmelkam, so auch Joham Friedrich, der heute Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Trimmelkam ist.Die Betriebsfeuerwehren des Bezirkes Braunau (Auszug aus der Hompage des BFKDO Braunau am Inn) Die älteste Betriebs-Feuerwehr des Bezirkes Braunau war die „Werksfeuerwehr“ der Lederfabrik Vogl in Mattighofen. Zunächst im Jahr 1896 als eigene Löschgruppe innerhalb der Feuerwehr Mattighofen gegründet, wurde sie 1908 als selbständige Betriebsfeuerwehr beim Landes-Feuerwehrverband angemeldet. Sie wurde wegen Betriebsschließung 2014 aufgelöst. Die Fabriksfeuerwehr Emmyhütte in Hackenbuch war 1905 gegründet worden. Nachdem man 1927 in der Glasfabrik den Betrieb eingestellt hatte, blieb die Feuerwehr als „Freiwillige Feuerwehr Hackenbuch“ bis in die Gegenwart bestehen. Weitere Betriebsfeuerwehren im Bezirk sind: Wiesner & Hager in Altheim (gegründet 1941), VMW (heute AMAG) in Ranshofen (1947) und die jüngste Feuerwehr des Bezirkes Braunau, die Betriebsfeuerwehr OKA (heute Energie AG) Dampfkraftwerk Riedersbach (1986). Durch Betriebsschließungen wurden zwei Betriebsfeuerwehren aufgelöst, nämlich die 1923 gegründete Betriebsfeuerwehr Brüll (ab1970 Heinlein) in Munderfing, die 1982 aufgelöst wurde, sowie die 1949 gegründete und 1994 aufgelöste Betriebsfeuerwehr der Salzach-Kohlenbergbau Ges.m.b.H. (SAKOG) in Trimmelkam.-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------links zum thema SAKOG:http://www.pro-bergbau.de/bilder/sakog/sakog1.htmlhttp://www.denkmalschutz.at/oberoesterreich/braunau/trimmelkam-schachtanlage.htmhttp://www.denkmalschutz.at/oberoesterreich/braunau.htmhttp://www.denkmalschutz.at/oberoesterreich/i-rechts.htmhttp://gw.eduhi.at/thema/energie/kohle/kohle.htmhttp://www.salzburg.com/wiki/index.php/Trimmelkamhttp://br.ooelfv.at/derbezirkbraunau/geschichte/vor1918/024d2e98740c0cf1f.htmlhttp://www.stpantaleon.at/default.asp?dir=Home/Kirche+und+Religion/Kath%2E+Pfarre+Riedersbach+http://www.evangbraunau.at/kirchengesch.asphttp://www.naturfoto-online.de/galerie_ansicht.php?foto_id=18291&vk=and&sw=blue&wort=1&thumbs=24&seite=49&erw=&fnr=http://www.offscreen.at/?p=36http://www.uibk.ac.at/downloads/oegg/Band_52_7_16.pdf
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