Abendgedanken


Ach, wie wär's so schön im Leben,

tät's nur gute Menschen geben,

keine Lumpen, keine Schufte,

Leut', was wär' die Welt dann dufte.


Aber so wie ich das kenne,

gibt’s auch andre, man ich flenne,

denn ich fürchte mich vor ihnen,

ja, viel mehr noch als vor Bienen.

 

Doch ganz gleich wie weit ich laufe,

und wie ich die Haar' mir raufe,

kann ich ihnen kaum entgehen,

muss sie vor der Türe sehen.


Deshalb hoffe ich ganz leise,

dass mein Schutzengel so weise,

mir den rechten Weg zu zeigen,

mach das Beten mir zu eigen.


Damit kann mir nichts passieren,

hab ich auch nichts zu verlieren,

nur mein ganz, ganz eig'nes Leben,

doch das will ich nicht hergeben.


Denn ich lebe viel zu gerne,

zähle nachts immer die Sterne,

die ganz hell am Himmel stehen,

schau mal rauf, dann kannst sie sehen

 

 © Gisela Segieth

 

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