Endlich Sonne für ALLE!


Wenn ich hier Eure Trauer seh,

bei all dem vielen Regen,

werd' auch ich traurig, ich gesteh',

dabei gibt’s hier den Segen.


Den Segen, den die Sonne bringt,

und den wir alle lieben,

da mit ihr unser Herz erklingt,

das ist nicht übertrieben.


Denn Sonne gibt es hier Zuhauf,

ein jeden Tag auf's Neue,

denk ich an Euch, die Haar mir rauf,

auch wenn ich mich selbst freue.


Erfreue an dem Sonnenschein,

der mir so viel gegeben,

bloß, schau ich rüber, kann's nicht sein,

dass andre nach ihm streben.


Und doch, ich habe keine Macht,

kann Euch nicht Sonne schenken,

hätt' ich auch dieses gern gemacht,

so bleibt mir nur zu denken.


Zu denken, an Euch alle dort,

die Ihr durch Regen leidet,

gleich wo Ihr seid, an welchem Ort,

auch wenn Ihr manchmal streitet.


Doch bei dem Wetter, das Ihr habt,

kann ich Euch gut verstehen,

und so wie Ihr nach Sonne darbt,

kann's Euch nicht besser gehen.


Ach, könnte doch der Sonnenschein,

auch Euch endlich erfreuen,

er flösse in die Herzen ein,

und niemand bräucht' sich scheuen.


Ja, scheuen vor dem nächsten Tag,

denn bei Euch herrschte Frieden,

es gäbe keinen Grund zur Klag',

und Ärger würd' vermieden.


Denn gerad' so wie der Sonnenschein,

Euch alle würd' durchfluten,

könntet Ihr stetig Freunde sein,

und niemand bräuchte bluten.


Bluten durch manch ein böses Wort,

das Wind und Regen bringen,

sie nähmen es mit sich hinfort,

die Herzen würden klingen.


Erklingen in dem Sonnenschein,

der jeden dann erhellte,

er würde schmecken Euch, wie Wein,

wenn Petrus ihn bestellte.


Bestellte hoch am Himmelszelt,

dort bei der Sonnenleiter,

wie freundlich wäre dann die Welt,

und mancher auch gescheiter.


Drum, lieber Petrus, sei so nett,

schenk allen Sonnenstrahlen,

gut' Nacht, jetzt gehe ich ins Bett,

sonst muss ich es bezahlen.

 

© Gisela Segieth

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