Vorgeschichte

 

Meine Frau Sandra war vor 2 Jahren von ihrer Firma aus, für 4 Wochen in Singapur. Als sie dann wieder nach hause kam, mußten wir uns wochenlang ihre Schwärmereien, von diesem ihrer Aussage nach schönsten Land, anhören.

Meine Kinder und ich konnten den Namen Singapur nicht mehr hören. Aber sie ließ sich einfach nicht davon abringen, immer und immer wieder davon zu erzählen.  

 

Irgendwann nahm dann unser Leben wieder seinen gewohnten Lauf. So ab und zu aber kamen die Erzählungen wieder zum Vorschein. Das ging 2 Jahre lang so.

Welcher Affe mag mich dann gebissen haben, als ich ihr zu Weihnachten 2006 eine 2wöchige Reise nach Singapur schenkte?

Das wäre alles noch nicht einmal so schlimm gewesen, aber dieses Mal war ich mit von der Partie! 


 Ich war bis dahin, mit meinen 48 Jahren, noch nie geflogen und ich sagte immer, mich bekommt man in kein Flugzeug! Ich hatte mich immer mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und nun sollte es wirklich soweit sein? Ich glaubte es selbst nicht und meine Frau noch weniger.

Nach Weihnachten gingen wir zusammen ins Reisebüro, wo ich in meiner Spontanität sofort das erste Angebot für den 02.03.2007 buchte.Die Zeit verging wie im Flug und die Angst wurde immer größer. Und dann kam er, der Tag X! Die Bauchschmerzen waren schon gigantisch, als ich in das Flugzeug stieg, aber nun gab es kein zurück mehr!

 

Leute was soll ich sagen: ““ Es gibt nichts schöneres als fliegen!!!””

@Sammy

1.Tag

 

Die 13 Stunden Flug, vergingen wie im Flug! Ich verfolgte auf dem Monitor jeden Kilometer den wir flogen. Ich hatte mir extra Schlaftabletten mitgenommen, aber von wegen schlafen, das war nicht!

Nach 13 Stunden flogen wir dann Singapur an und ich sah zum ersten Mal diese Stadt (Staat), von der meine Frau so schwärmte!

Als wir gelandet waren und in die Flughafenhalle kamen, wurden wir erst einmal von einer Orchideenpracht empfangen. Dann holten wir unsere Koffer und gingen aus dem Flughafengebäude,

Seit ihr schon mal ungebremst gegen eine Mauer gerannt? Ich bin es! Es waren gefühlte 200° und 300% Luftfeuchtigkeit!

Vor dem Flughafen stand ein Taxi des Hotels, daß uns in unsere Unterkunft brachte. Dort angekommen, checkten wir ein und gingen auf unser Zimmer. Kaum ausgepackt, mußte meine Frau in die “Long Bar” (eine Attraktion von Singapur, in der man ungestraft Abfall (Erdnußschalen) auf den Boden werfen darf), in der sie vor 2 Jahren 4 Wochen lang verkehrte.

Ich sehe heute noch die Gesichter der Band (Sandra hat in den 2 Jahren den Kontakt mit ihnen gehalten), als sie Sandra sahen. Das Hallo war natürlich sehr groß und so mußten wir bleiben bis die Bar schloß,

Nach 33 Stunden Strapazen fielen wir um 01.00 Uhr Singapurzeit (18.00 Uhr deutscher Zeit) völlig erschöpft in unsere Betten.

@Sammy 

 

 2. Tag

Am nächsten morgen war die Nacht um 6.00 Uhr für mich vorbei. Ich zog mich an und machte erst einmal eine kleine Erkundungstour.

Als ich das Hotel verließ, kam die 2. Mauer. In Singapur ist es in der Nacht genauso heiß wie am Tag, 200° und 300% Luftfeuchtigkeit. 

Nachdem ich meine Erkundungstour beendet hatte, weckte ich um 8.00 Uhr Sandra und wir gingen frühstücken! Ich habe das erste Mal ein chinesisches Frühstück zu mir genommen, Nudeln, Reis, Huhn, Fisch, Gemüse und das alles gut (Luzifermäßig< Aussage Sandra) gewürzt.

 

Nach dem Frühstück, gingen wir ein wenig durch die Stadt, um uns zu orientieren. Um die Mittagszeit machten wir an einem Hawker-Center (Eine Strassenverkäufermitte oder Nahrungsmittelmitte oder ein chinesisches Fastfoodcenter) und holten uns etwas zum Essen. Diese war der Bruder von Luzifer (Aussage Sandra), für mich war es nur pikant gewürzt.

Gegen abend besuchten wir wieder die Long-Bar und ließen gegen 2.00 Uhr den Tag ausklingen.

 @Sammy

3. Tag

Für heute war ein Ausflug nach “Little India” angesagt. Nach dem Frühstück gingen wir auf unser Zimmer und ich mußte alleine los. Sandra konnte keinen Schritt laufen, da sie sich gestern Blasen geholt hatte. Ich hätte sie besser nicht durch Singapur jagen sollen! Nun gut dachte ich, ohne sie geht alles schneller und so bin ich bald wieder im Hotel. Denkste!!

Ich ging erst einmal in den Funan-Center, das ist der größte Elektronik Center Sigapurs. Dort kaufte ich mir eine neue Kamera. Und von da aus lief ich Richtung “Little India”. Es war auch kein Problem es zu finden, da ich wußte in welcher Richtung es lag. Ich schaute mich ein wenig um und dann machte ich mich auf den Rückweg.  

Ich lief und lief und lief und am Ende war ich wieder in “Little India” gelandet. Irgendwie mußte ich wohl im Kreis gelaufen sein.

“ Ich war vollauf begeistert! ”

Nun da wir Männer ja immer wissen wo wir sind und wo wir hin müssen, nahm ich mir jetzt den Stadtplan, den ich unnützer Weise mitgenommen hatte, zur besseren Orientierung aus meiner Tasche. Nach dem ich mich vergewissert hatte, wo ich bin und wo ich hin muß, lief ich zielstrebig in 15 Minuten von “Little India” zu unserem Hotel. Der Ausflug dauerte 6 Stunden, von denen ich allein 4 Stunden für den Rückweg brauchte.

Nun wußte auch ich, was es heißt, wenn einem die Füße “etwas” schmerzen. Da ich von Sandra kein Mitleid erwarten durfte (du hättest ja gleich auf den Stadtplan sehen können), legte ich mich in mein Bett und verfluchte meine Schuhe.

3 Stunden später, meine Füße waren mittlerweile ballonmäßig angeschwollen, gingen wir humpelnd in ein Restaurant zum Essen. Dabei kamen wir an einem Schuhgeschäft vorbei und somit hatten meine Peiniger keine Chance mehr den nächsten Tag zu erleben.Sie werden nun für immer in Singapur bleiben müssen! Das haben sie davon!

"Requiscat in Pace!"

Bei einem sehr vorzüglichen Candlelightdinner ließen wir den Tag dann ausklingen.

 @Sammy

4. Tag

Heute war früh aufstehen angesagt, da wir einen Ausflug nach Sentosa machen wollten. Ich konnte meiner Frau die “ Begeisterung” in den Augen ablesen, als ich sie um 6.30 Uhr weckte! Aber es mußte sein!

Wir gingen zum Frühstücken und danach fuhren wir mit einer Taxe auf die Freizeitinsel. Geplant waren ein Besuch im Under-Water-World und im Butterflypark. Was wir hier zu sehen bekamen war schon überwältigend.

Wir besichtigten zuerst das Underwaterworld, was mich als alten Aquarianer schon sehr neugierig gemacht hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht! Das konnte wohl nicht mehr getopt werden, dachten wir!

Als wir dann zum Butterflypark gingen, wurden wir eines Besseren belehrt! Was hier an farbenprächtigen und großen Schmetterlingen herumflatterte war schon sensationell. Beeindruckt und überwältigt traten wir gegen Mittag den Heimweg an.

In Singapur angekommen, machten wir noch einen Einkaufsbummel, da meine 14 T-Shirts die ich für die 14 Tage mitgenommen hatte, nach 4 Tagen alle durchgeschwitzt waren! Den Abschluß des Tages machten wir dann wieder in der Long-Bar. 

 @Sammy

5. Tag

Heute waren wir in Chinatown. Was hier an verschiedenen Düften auf einen einströmt ist schon Wahnsinn. Auch die optischen Eindrücke waren überwältigend. Da ist der Fischhändler mit seinen getrockneten Fischen neben der Apotheke und der “Imbiss” neben der Motorradwerkstatt.

Was uns persönlich nicht so gefiel war, daß der für die Chinesen so heilige Tempel gleich neben dem “Tschechenmarkt” ist. So geht dieser in seiner Architektur aussergewöhnliche Tempel im Touristentrubel unter.

Was uns ausserdem noch faszinierte, war dieser Kontrast zwischen dem alten chinesischen Baustil und den modernen Hochhäusern. Da geht eins ins andere nahtlos über. 

 @Sammy

6. Tag

Heute waren wir im Zoo! Der Zoo von Singapur ist wohl der schönste den ich bisher gesehen habe und das sind nicht wenige gewesen.Die Gehege sind nicht durch Gitter, sondern durch Wassergräben von den Besuchern getrennt. Leguane, Warane und andere Echsen laufen hier frei umher.

Der See der dort angelegt ist, ist bestimmt 5 mal so groß wie ein uns bekannter (in der Nähe von Aschaffenburg) Zoo.Die Tiere werden den ganzen Tag beschäftigt und sind somit nicht so träge wie bei uns!

Der Zoo ist auch in die verschiedenen Kontinente unterteilt. Da passt wirklich alles!!Ich hätte vor lauter schauen und staunen fast das Fotografieren vergessen. Nach 5 Stunden (Sandras Füße kamen es wie 10 Stunden vor) traten wir den Heimweg an.

Ich mußte wieder einmal eine erschöpfte Sandra auf``s Zimmer bringen und den Nachmittag alleine einen Einkaufsbummel machen. Ich glaube das war auch besser so, denn so sah sie nicht, was ich alles gekauft hatte.

Dieser Tag wurde mit einem guten Abendessen und einem Besuch in einer Insiderbar morgens um 4 Uhr beendet. Dies aber auch nur, weil meine liebe Gattin meinte,  2 Bier und 2 Cocktail sind doch nicht viel! In Deutschland wäre das auch der Fall gewesen, nur bei nachts 30° und 90% Luftfeuchtigkeit haut das einen um!

 @Sammy

7. Tag

Heute war Ruhetag angesagt!Da wir erst um 4.00 Uhr nach Hause kamen und sogar das Frühstück verschliefen, gingen wir um 13.30 Uhr gleich zum Mittagessen.

Danach saßen wir bis zum Abendessen vor dem Hotel im Strassenkaffee und schauten uns das Treiben der Singapurer an. Nach dem Abendessen flanierten wir wieder mal zu unserer Bar und ließen einen faulen Tag zu Ende gehen.

 @Sammy

 8. Tag

Heute war ich im Paradies! Da man sich in Singapur für das Wochenende nichts vornehmen sollte (an diesen beiden Tagen sind ungefähr 3 Millionen Singapurer unterwegs), dachten wir, wir machen noch mal einen schönen faulen Tag. Aber erstens kommt es anderes, zweitens als man denkt.

Da wir viel Zeit hatten, gingen wir an die Rezeption und fragten, ob es hier Fischfarmen gäbe, die man besichtigen kann. Hier kam dann wieder die asiatische Gastfreundschaft zu Tage, denn innerhalb von 10 Minuten hatten wir eine Liste mit 8 Farmen die man besuchen kann. Uns wurde die Größte empfohlen und dazu bekamen wir noch die genaue Wegbeschreibung. Bei der letzten Station der U-Bahn angekommen, fuhren wir mit einem Shuttle-Bus (ein kostenloser Service der Farm) ungefähr 15 Minuten in das Industriegebiet von Singapur.

Als wir dort angekommen waren, wurde ich von der Größe die diese Farm hatte erschlagen. Wohin ich auch schaute waren Aufzuchts- und Verkaufsbecken. Die Betonung liegt auf Becken, denn der größte Teil befand sich im Freien und war aus Beton.In verschiedenen Läden waren dann Aquarien und Zubehör zu kaufen. 

Was mich ein wenig verwunderte war, daß hier orginal deutsche Markenartikel (bekannter Filterhersteller) für die Hälfte vom deutschen Preis angeboten wurden. Ich konnte gar nicht genug bekommen von dieser Farm und als ich auf die Uhr schaute waren 5 Stunden vergangen. Wir mußten uns nun hurtig auf den Weg machen, da wir zum Abendessen eingeladen waren. Der Tag wurde wie so oft in der Long-Bar beendet.

 @Sammy

9. Tag

Das war der Tag des Extrem-Shoppings!Seit ihr schon einmal mit einer Frau auf einer Shoppingtour gewesen?

Ich war es 7 Stunden (mir kamen es vor wie 24 Stunden) lang! Ich begreife bis heute noch nicht, was es da alles zu sehen gibt. 30 Minuten in einem Geschäft, das gerade mal 20 qm hat!

Und die Krönung war dann, daß Sandra beschlossen hatte zum Abendessen in eine Pizzeria zu gehen. Hierzu werde ich mich besser nicht äussern! (da fliegt man 13.000 km und Frauen haben nichts besseres zu tun als zum Italiener zu gehen und ein Pizza zu essen! Man, der wohnt zu hause gerade mal 100m von uns entfernt!)

 @Sammy

10. Tag

Für heute waren getrennte Wege angesagt! Sandra war bei einer Bekannten die sie vor 2 Jahren kennengelernt hatte eingeladen!

Ich verbrachte erst einmal 2 Stunden am Pool.

Danach lief ich ein wenig durch die Gegend und so kam ich auch an einem chinesischen Restaurant vorbei. Da ich etwas Hunger hatte, ging ich hinein und bestellte mir etwas zu Essen. Der freundliche Chinese machte mich darauf aufmerksam daß das Essen “a little bit spicy” wäre.

Ich antwortete ihm: “I like spicy!” Nun stellte der freundliche Chinese mein Essen zusammen und ich setzte mich auf einen freien Platz. Es sah alles sehr lecker aus und die vielen kleinen Schälchen mit den Soßen lachten mich an!

Und so begann ich zu essen. Ich tunkte mein Fleisch in die erste Soße und schob es in den Mund. ICH WAR IM FEGEFEUER!!! Bei der 2ten Soße kam ich in die Hölle und danach muß ich sogar den Teufel verärgert haben, denn das 3. muß Salzsäure gewesen sein. Meine Speiseröhre war innerhalb von ein paar Sekunden nicht mehr vorhanden. Der Schweiss lief mir trotz Klimaanlage sturzbachweise aus allen Poren. Aber wir Männer lassen uns ja nichts anmerken und so aß ich alles auf. Als ich dann das Restaurant verließ, waren die 35° Aussentemperatur sogar noch kühl.

Fazit:

Solltet ihr einmal nach Singapur kommen, ein chinesisches Restaurant besuchen und der freundliche Herr der hinter der Theke steht macht euch darauf aufmerksam, daß das Essen scharf ist, so glaubt es ihm, denn er weis wovon er spricht!

@Sammy 

11. Tag

Heute entschieden wir uns spontan in den botanischen Garten zu gehen (gähn, langweilig).

Gott sei Dank, ich hätte mich im nachhinein sehr geärgert, wenn ich das versäumt hätte! Er ist riesig und dazu noch gratis. Hier ist er wahrscheinlich das Erholungsziel überhaupt.

Man sieht jede Menge Jogger und Familien. Es wird auf dem Rasen gespielt, geturnt, Picknick gemacht und vieles mehr.

Es gibt auch einen Orchideengarten. Der kostet allerdings ein paar Cent Eintritt und das ist er auch wert. Etwas schöneres habe ich im Leben noch nicht gesehen. Wir kamen mit dem Fotografieren nicht mehr nach. Überall eine Fülle an Farben und Düften, große und kleine Blüten. Ungefähr zehn verschiedene Grüntöne. Ich habe gar nicht gewußt, dass es so viele überhaupt gibt.

Ich war restlos begeistert (normalerweise sage ich immer: Na ja, Blumen halt!)

 @Sandra

 12. Tag

Heute war Souvenirtag angesagt, was so viel heißt, wir waren noch mal Extrem-Marathon-Shoppen!

Wenn mich Sandra nicht zurückgehalten hätte, hätten wir beim Heimflug Übergepäck bezahlen müssen

.Zum Abendessen trafen wir uns mit einem Arbeitskollegen von Sandra, der bei CIBA Vision in Singapur arbeitet und den sie vor 2 Jahren angelernt hatte.Es wurde ein schöner Abend!

@Sammy 

13. Tag

Nach dem Frühstück waren wir noch mal am Pool um ein wenig zu relaxen. Wir nahmen auch langsam Abschied von Singapur.Am Abend gingen wir das letzte Mal in die Longbar um uns zu verabschieden. Es wurde noch ein schöner Abend und ich überraschte meine Frau, mit unserem ersten Tanz in 19 Jahren.

@Sammy 

14. Tag

Heute war es soweit, wir mußten zurück in die Heimat!

Wir nahmen Abschied mit einem lachenden (wir sahen unsere Kinder wieder) und einem weinenden Auge (wir sahen Deutschland wieder)!

Um 14.30 Uhr (Singapurzeit) starteten wir in Richtung Heimat! Auch diese 13 Stunden Flug gingen rasch vorbei. Wir landeten um 20.45 Uhr in Frankfurt. Als wir aus dem Flugzeug stiegen und in die Flughafenhalle gingen, merkten wir sofort, daß wir wieder zu Hause waren (Stress, Hektik, die Leute haben keine Zeit und vor allem diese angebliche deutsche Gastfreundschaft bekamen wir zu spüren)!

In unserer Wohnung angekommen, hatten wir kein lachendes Auge sondern 2 Weinende. Habt ihr schon mal einen 18 jährigen und eine 16 jährige 2 Wochen alleine gelassen?! Ich glaube da waren 2 Wochen Party angesagt!!!!!

Fazit:

Es war ein Traumurlaub der wohl nicht mehr zu topen ist! Von der asiatischen Gastfreundschaft können sich so manche ein großes Stück abschneiden! Hier ist jeder zuvorkommend und hilfsbereit! Wenn man hier nach dem Weg fragt, wird man nicht in die falsche Richtung geschickt!!!!

@Sammy 

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