Eigenes Bild Nr. 15

Morgenland - der Mythos






Leichtbegleitete Bauchtänzerinnen, die mit ihrem Hüftschwung faszinieren, Kamelkarawanen, die durch die Weiten der arabischen Wüste schreiten, Wasserpfeife rauchende alte Herren in den Straßencafés, die ihren Tee in kleinen Gläschen trinken und exotische Düfte in engen, dunklen Basaren. Prachtvolle Moscheen und Paläste, tanzende Derwische, fliegende Teppiche, Fata Morganas und Wunderlampen. All das spiegelt die europäische Vorstellung vom märchenhaften Morgenland wieder – ein mystisches Märchenland mit verschnorkselten Bögen, dunkelgrünen Kuppeln, roten Teppichen, lila Samtvorhängen, und goldenen Türknäufen.

 

Jeannie




Gleichzeitig sind religiöser Fanatismus, orientalische Depotismus und islamistischer Extremismus Schlagwörter, die einen ganz anderen, negativ besetzten Orient beschreiben.Der edle Ritter Saladin versus den brutalen Diktator Saddam Hussein.



Die Frau im Harem, das Sinnbild für freizüglicher Sinnlichkeit, steht ebenso im krassen Kontrast zu der Auffassung des lustfeindlichen Islams und der Verschleierung. Sonnenlicht durchflutete, farbenprächtige Saloons, kunstvoll angefertigte Karraffen, mit weichen Kissen ausstraffierte Sitznieschen und der Sarotti-Mohr in seidener Pluderhose, der mit einem Palmwedel Luft zufächert zeigt das gleiche Morgenland wie die ehemalig weißgetünchten, kahlen Räume mit den verrammelten Fenstern, den staubigen und speckigen Möbeln und der ständig surrenden Klimaanlage.




 
Jeannie

Der verschlagene Händler, die hüftschwingende Tänzerin, der extemistische Islamist, der Junge mit der Wunderlampe, der tanzende Derwisch, der verbohrte Diktator - wie können diese gegensätzlichen (Vor-)urteile nebeneinander bestehen? Was ist von diesen Vorstellung eigentlich Realität?

Wo liegt der Unterschied zwischen Abendland und Morgenland?

 










4141

Kostenlose Homepage von HpS4u Datenschutz
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der/die Autor/in