Gold/Berggold

Gold (von indogermanisch ghel: glänzend, gelb) ist ein chemisches Element und Edelmetall. Das Symbol Au für Gold leitet sich von der lateinischen Bezeichnung Aurum ab.
Durch Fortschritte in der Gewinnung und dem aktuell (2007) hohen Marktpreis lohnt sich inzwischen sogar der Abbau von Gestein, das nur ein Gramm Gold pro Tonne Gestein enthält. Bei einem spektakulären Zufallsfund im August 2007 stießen zwei Schwedinnen nahe Övertingen 500 km nördlich von Stockholm auf Gestein mit einem Goldanteil von 23,3 Gramm je Tonne.
Auch alte Abraumhalden ehemaliger Goldvorkommen werden mittels verbesserter Technologie nochmals durchgearbeitet. Bedeutende Goldmengen fallen bei der Raffination anderer Metalle wie Kupfer, Nickel oder der anderen Edelmetalle an, so dass unter Umständen erst diese Verunreinigungen ein Vorkommen interessant machen.

Goldgeschichten


Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Dies liegt daran, dass Gold einerseits die auffallende gelbe Farbe zeigt, andererseits auch gediegen, also als Element, in der Natur vorkommt und nicht erst aus Erzen chemisch isoliert werden muss. Außerdem lässt sich Gold sehr gut mechanisch bearbeiten. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderaten Schmelztemperaturen und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv. Aufgrund seiner Farbigkeit, der Korrosionsbeständigkeit, die der Beständigkeit des Glanzes zugrunde liegt, Seltenheit und auffallender Schwere wurde es in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet. Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit. In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem zweiten Jahrtausend v. Chr. nachweisen, in Südosteuropa bereits ab ca. 4000 v. Chr. (Gräberfeld von Warna). Es wurde etwa im goldenen Hut von Schifferstadt und der Himmelsscheibe von Nebra verarbeitet. Seit alters her war Gold in Europa, Asien und Afrika sehr begehrt. Die Fahrt der Argonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis stellt die wohl früheste dokumentierte weite Seefahrt der Griechen dar. Das Alte Testament spricht vom Goldenen Kalb, das sich die Israeliten als Götzenbild herstellten, während Moses die Zehn Gebote empfing, und vom Goldland Ophir. Die Gier nach Gold wurde zum Grund für Kriege, Plünderungen und Eroberungszüge. Das Neue Testament erwähnt Gold im Zusammenhang mit den weihnachtlichen Huldigungsgeschenken, die die Weisen aus dem Morgenland dem neugeborenen Jesus nach Bethlehem (neben Weihrauch und Myrrhe) mitbringen (siehe Matthäusevangelium, Kapitel 2, Vers 11). Die Ägypter beuteten Vorkommen in Oberägypten und Nubien aus. Die Römer nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien, Rumänien und Germanien. Auch in Südamerika und Mesoamerika begannen die Menschen schon früh mit der Goldgewinnung und Goldverarbeitung. So verfügten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des 1. Jahrtausends über eine hochentwickelte Kultur der Goldverarbeitung, die die Legierungsbildung (Tumbago und Vergoldung) einschloss. Für rituelle Zwecke wurden Gegenstände aus mehreren Kilogramm Gold hergestellt.
Der Traum der Alchemisten des Mittelalters war die Herstellung von Gold. Die ersten Goldfunde in Mittel- und Südamerika lockten nach den Fahrten von Christoph Kolumbus europäische und insbesondere spanische Eroberer an, die die indigenen Kulturen zerstörten und das Gold in Galeonen nach Europa schafften. Spanien wurde so vorübergehend zur reichsten Nation Europas.
Immer wieder lockten Goldfunde große Scharen von Abenteurern an. Im 19. Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen in die Fundgebiete großer Goldmengen, Beispiele hierfür sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 und der Goldrausch des Jahres 1897 am Klondike River in Alaska. Auch in Australien und Südafrika kam es zum Goldrausch. Kaum einer der Goldsuchenden wurde jedoch durch bergmännischen Goldabbau oder Goldwäsche reich.
Auch heute führt der schwankende Goldpreis oft zu sozialen Verwerfungen: So hat der fallende Goldpreis zu einer starken Verarmung des Bevölkerungsteiles in Afrika geführt, der von der Goldproduktion lebt. Im brasilianischen Amazonasraum ist der informelle Goldabbau durch Garimpeiros oft mit schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen verbunden.

August Sutter

Ein Bürger meiner Stadt Kandern
Johann August Sutter (geb. 28. Februar 1803 in Kandern, Baden; gest. 18. Juni 1880 in Washington, D.C.), auch General Sutter oder John Augustus Sutter oder auch Der Kaiser von Kalifornien, war kalifornischer Ländereienbesitzer mit Schweizer Abstammung und Gründer von Neu-Helvetien.

Seine Geschichte

Der Heimatort Sutters war Rünenberg (Basel-Landschaft). Seine Vorfahren waren wohlhabende Besitzer von badischen und elsässischen Papierfabriken und Druckereien.
Sutter machte eine kaufmännische Lehre in der Thurneysen'schen Druckerei und Verlagsbuchhandlung in Basel und kam um 1824 nach Burgdorf im Kanton Bern, wo er als Handelscommis bei Salzfaktor Aeschlimann tätig war und später ein eigenes Tuchwarengeschäft an der Schmiedengasse betrieb. Am 24. Oktober 1826 heiratete er in Burgdorf Annette Dübold. Ihr erster Sohn, Johann August, kam einen Tag später, am 25. Oktober 1826 zur Welt. Vier weitere Kinder, drei Jungen und ein Mädchen, folgten.
In Burgdorf war Sutter ein Besucher des sogenannten Kaltwasserleistes, eines 1820 gegründeten literarischen Zirkels, dessen Mitglieder sich regelmäßig in speziellen Räumen im zweiten Stock des Burgdorfer Stadthauses trafen.
Als der Konkurs seiner Firma Johann August Sutter und Co drohte, und Sutter zudem nach einem Betrug an der Firma seines Vaters von den Schweizer Behörden gesucht wurde, wanderte er im Mai 1834 über Frankreich und Hawaii nach Kalifornien aus, wobei er seine Frau und die Kinder der öffentlichen Fürsorge überließ.
Seit 1839 kolonisierte Sutter im Sacramento-Tal ein Gebiet von der Größe des Kantons Baselland, das er vom Vizekönig von Mexiko erhalten hatte: Neu-Helvetien, wie er es nannte, sollte landwirtschaftlich genutzt werden. Im Namen der mexikanischen Obrigkeit vertrieb er die ortsansässigen Indianer und legte 1841 die Befestigung Sutter s Fort an. Gleichfalls 1841 erweiterte er die Besitzung durch den Kauf der russischen Kolonie Fort Ross. Im Vertrag von Guadalupe Hidalgo, der den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg beendete, fiel ganz Kalifornien und damit Neu Helvetien 1848 an die USA. Im selben Jahr entdeckte James W. Marshall Gold bei Sutters Mill. Im darauf folgenden Goldrausch brachen Recht und Ordnung in dem Gebiet vollständig zusammen, und der Ansturm der Goldgräber ruinierte Sutters Imperium. Er verlor alles und verarmte völlig. Ihm gelang zwar vor Gericht die Durchsetzung eines Rechtsanspruches auf Schadenersatz, aber zu dessen tatsächlicher Erfüllung kam es nie.

 

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