Eigenes Bild Nr. 1

Ich weiss nicht mehr, wo ich herkam, aber eines Tages fand ich einen wunderschönen Garten mit vielen herrlichen Plätzen zum Schlafen und Verstecken. Wenn nur nicht immer der Hunger gewesen wäre. In diesem Garten befand sich zwar ein Komposthaufen, und wenn der Magen knurrt, ist man nicht wählerisch, aber gut war das Zeug nicht! Manchmal waren Menschen im Garten, in panischer Angst rannte ich weg. Aber irgendwie gefiel es mir trotzdem und ich kam immer wieder zurück. Eines Tages sah ich wieder eine Frau im Garten, schnell versteckte ich mich, sie rief irgendwelche Worte, schütttelte einen Karton und legte kleine Körner auf den Weg. Als sie ganz sicher verschwunden war und mir ein sehr guter Geruch nach Essbarem in die Nase stieg, machte ich mich auf die Suche danach. Es schmeckte wunderbar, jederzeit zur Flucht bereit, verspeiste ich die braunen Körner. Als die Frau plötzlich vor mir stand, raste ich davon. Das ging einige Tage so, die Frau sprach immer öfters mit mir, ich hatte nicht mehr die ganz grosse Angst und als sie mich eines Tages mit einer Dose in der Hand anlockte, konnte ich nicht widerstehen. Ich kam zu dem Teller und ass mich endlich mal wieder so richtig satt. Zuerst liess ich mich nicht anfassen und als ich es dann doch zuliess (die Frau und ihr Mann waren so lieb zu mir), sagte die Frau entsetzt:"Der ist ja nur Haut und Knochen!" Ich musste mich immer überall kratzen und putzte ständig mein Fell, die Frau sagte zu mir"Du bist ja voller Ungeziefer", aber ich durfte ins Haus, suchte mir einen schönen weichen Wäschekorb aus und schlief in aller Ruhe. Die Flöhe, Würmer und Läuse haben wir in den Griff gekriegt, obwohl Mami (die Frau) schimpfte, dass es 70 DM gekostet hatte. Ich war noch jung, ca. ein Jahr alt, meinten der Arzt und Mami.

Ich bekam einen Namen und ich war der Chef, es gab nämlich noch drei andere Katzen in dem Haus, die ich natürlich öfters jagte und ärgerte, bis mich Mami eines Tages wieder zu diesem Weisskittel schaffte , wo mir dann schwarz vor Augen wurde. Als ich wieder aufwachte, habe ich die anderen Katzen jedenfalls fast immer in Ruhe gelassen und bin auch nicht mehr streunern gegangen. So hatte ich acht wunderschöne Jahre, mein Gott, wie die Zeit vergeht, ich war immer fit, nie krank, bis auf einen wackligen Zahn, den mir dieser Weisskittel ohne Narkose zog. Ich durfte immer auf Mamis Schoss beim Fernsehen, schlief bei ihr im Bett, durfte auf ihrem Schreibtisch, natürlich auf den Akten liegen, ich blieb eigentlich immer an ihrer Seite, half bei der Gartenarbeit, beim Putzen, sogar beim Auto-Reparieren von Papi. Wenn ich von der vielen Arbeit müde war, machte ich es mir auf dem Terassenstuhl gemütlich oder im Liegestuhl.

Und das Tollste, ich war Mami´s Liebling, ich wurde nie geschimpft, ich bekam sogar beim Abendessen manchmal Häppchen, die ich elegant mit der Pfote vom Tisch holte, ts ts........

Eigenes Bild Nr. 4

 

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